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DIE INSEKTEN UND WIR

Foto: Erk Dallmeyer

Bisher haben wir von ihnen profitiert – jetzt ist es Zeit, den Insekten etwas zurückzugeben. Die Biomasse der Fluginsekten ist seit 1989 um 75 Prozent gesunken, wie eine Studie belegt. Die Frage ist nicht mehr, ob die Insektenwelt in Schwierigkeiten steckt, sondern wie das Insektensterben zu stoppen ist. Und dabei gilt: Alles muss man selber machen!

ARIANE DETTLOFF, REDAKTION KÖLN

In unserem Sommer-Schwerpunkt berichten wir von Initiativen, die sich nicht nur zugunsten der gerade medial omnipräsenten Honigbienen engagieren, sondern auch für ihre wilden Schwestern, für Schmetterlinge und Ameisen. Die eher »diskriminierten«, aber ebenso nützlichen Gruppen wie Läuse, Ohrenkneifer und Kakerlaken fehlen, was vor allem daran liegt, dass kaum Initiativen zu ihrem Schutz existieren. Sogar Stechmücken sind besser als ihr Ruf: Zum einen sind sie fleißige Bestäuber*innen, zum anderen ernähren sie zahlreiche Singvögel. Mücken sind (noch) nicht vom Aussterben bedroht wie so viele andere Fluginsekten. Von 55 in Deutschland vorkommenden Arten sind schon mehr als die Hälfte gefährdet. Trotzdem bilden sie bis heute die größte Tiergruppe der Erde.

Das publikumswirksamste Insekt ist zweifellos die Honigbiene, deren Kommunikationsverhalten Imkerin Anne Schulz am Beispiel der basisdemokratischen Entscheidungen von Bienenschwärmen beleuchtet. Sie hat die Imkerei im Thurner Hof, einem selbstorganisierten Gemeinschaftsgarten, erlernt, der gemeinsam mit der Kölner VHS betrieben wird. Die Stadt Köln wirbt zwar mit großflächigen Plakaten »Insekten schützen«, trotzdem lässt sie unentwegt Rasenflächen streichholzkurz mähen. Gerade mal zwei Wiesenflächen hat sie dem Naturschutzbund »Nabu« zur Pflege überlassen, der dort einheimische Pflanzen als Insektenbuffet ansiedelt. Viele davon sind im Rheinland selten geworden, darunter die Glockenblume, Kuckucks-Lichtnelke, Flockenblume und Wiesen-Salbei. »Eine blühende Wiese besitzt einen Wert, der finanziell nicht zu ermessen ist«, kommentiert der Nabu. Die Stadtverwaltung aber verweist auf fehlende Haushaltsmittel – das häufige Abmähen sei billiger als insektenfreundliche Pflege.

Engagierte Bürger*innen übernehmen diese Aufgabe. Beispiele sind urbane Gemeinschaftsgärten wie »Neuland« in Köln und das Netzwerk »Hortus Insectorum« des fränkischen Hobbygärtners Markus Gastl. Auch gewöhnliche Kleingärten überall in der Bundesrepublik bieten vielfältige Refugien für Insekten und verbessern die Ökobilanz in urbanen Räumen. Ein Beispiel für kommunales Engagement in Punkto Insektenschutz liefert der »Apolloweg« an der Mosel. Im Interview mit Marie Theres Hess ist nachzulesen, wie der Apollofalter dorthin zurückkehren konnte. Den neuen Beruf der »Ameisenheger*in« sowie die komplexe Selbstorganisation dieser Tiere stellt Anne Schulz in ihrer Buchrezension vor.

Es gibt viel zu lernen, wenn mensch Insekten fördern will. Das ist dringend nötig: »Wir sehen einen schleichenden Rückgang von Vogelarten«, konstatiert der Ornithologe Wolfgang Fiedler. Darunter sind sehr viele Insektenfresser. Ein Grund mehr für die Initiator*innen des »Volksbegehrens Artenvielfalt« in Baden-Württemberg, dem bayrischen Vorreiter nachzueifern. Darüber berichtet Contraste-Redakteur Peter Streiff. Lest euch kundig und werdet aktiv!

Literatur:

Andreas H. Segerer, Eva Rosenkranz: Das große Insektensterben. Was es bedeutet und was wir jetzt tun müssen. München oekom Verlag 2018, 208 Seiten, 20 Euro

Alexander Schiebel: Das Wunder von Mals. Wie ein Dorf der Agrarindustrie die Stirn bietet. München oekom.

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